Rahmenbedingungen

Das KinderJugendhilfeForum e. V. ist in den verschiedensten Bereichen der ambulanten und der stationären Jugendhilfe (INSPE/Betreutes Wohnen) tätig. Zu den Mitarbeitern zählen Diplom Sozialpädagogen, Diplom Sozialarbeiter, Heilpädagogen und Diplom Psychologen.

Grundlage unserer Arbeit ist primär der § 27 SGB VIII in Verbindung mit den §§ 29, 30, 31, 34, 35, 35 a sowie 41 SGB VIII.

Das KJF fühlt sich dem Selbstverständnis einer fortlaufenden Qualitätsentwicklung verpflichtet und orientiert sein verantwortliches Handeln an ethischen, pädagogisch sinnvollen, heilenden und an einer Verbesserung der Lebensqualität seiner Klienten stets bewussten Prinzipien.
Das KJF ist darum bemüht, möglichst alle Betreuungsformen Flexibler Jugendhilfe einzeln oder in Kombination – mit mehreren Betreuern oder mit zusätzlichem sozialpädagogischen Gruppenangebot – anzubieten. Ein auf den Einzelfall abgestimmtes Hilfeangebot entwickelt das KJF in Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Jugendamt, bei dem die Ziele, Formen und Leistungen variieren können und eine individuelle Betreuungsintensität vereinbart wird.

Unsere gegenwärtige Gesellschaftsform stellt den einzelnen Menschen vor bislang nicht gekannte Herausforderungen. Bisherige Halt gebende Strukturen sind nicht oder in abnehmendem Maße vorhanden. So kommen Familiensysteme heute in den unterschiedlichsten Konstellationen vor und bieten ihren einzelnen Mitgliedern nicht mehr dieselbe Orientierung wie in der Vergangenheit. Eltern, Kinder und Jugendliche stehen vor der Aufgabe, ihr Familienleben den sich ständig wandelnden gesellschaftlichen
Gegebenheiten laufend anzupassen und dennoch innerhalb der Familie stabilisierende Rahmenbedingungen zu entwickeln. Gleichzeitig entstehen für Kinder und  Jugendliche neue Anforderungen, Einflüsse und auch Gefährdungen durch ein schwer zu durchschauendes Bildungssystem, moderne Medien und die unausgesetzten Anreize zum Konsum von Gütern aller Art – bis hin zu der Verführung, in jeder erdenklichen Weise Süchte zu entwickeln. Moderne Jugendhilfe-Dienstleister sehen sich in der Folge dieses ständigen Wandels in immer kürzeren Abständen mit Verhaltenseigenarten von Kindern, Jugendlichen und Eltern konfrontiert, die nur noch teilweise bekannten Auffälligkeiten bisheriger Praxiserfahrungen entsprechen. Multiple Belastungsfaktoren oder Funktionsstörungen erfordern eine breite Methodenpalette der Hilfeanbieter.